be good to yourself- take good care of yourself.

Sei gut zu dir- oder geh nicht so hart mit dir ins gericht oder sei versöhnlich mit dir. freie auswahl.

ich bin streng und habe hohe ansprüche, in allererster linie mit/zu mir selbst. neben allem abgleichen und besten absichten passiert es mir natürlich (viel zu) oft, dass ich etwas nicht schaffe. jetzt spreche ich schon auch von ganz kleinen sachen, die ich mir aber als ziel gesetzt habe.

nicht zu verbissen einem ergebnis, einem ziel hinterherzustreben ist bestimmt besser.

die überschrift hätte auch gut „giving up is not an option (?)“ heißen können. solche nasa- aufkleber hängen bei uns in fast allen Zimmern. jedoch ich habe dazu meine meinung geändert. aufgeben ist absolut eine option (geworden). ich vertraue theo:

(theodor roosevelt’s rede, citizenship in a republic: )

“es ist nicht der kritiker, der zählt, nicht derjenige, der aufzeigt, wie der starke gestolpert ist oder wo der, der taten gesetzt hat, sie hätte besser machen können. die anerkennung gehört dem, der wirklich in der arena ist; dessen gesicht verschmiert ist von staub und schweiß und blut; der sich tapfer bemüht; der irrt und wieder und wieder scheitert; der die große begeisterung kennt, die große hingabe, und sich an einer würdigen sache verausgabt; der, im besten fall, am ende den triumph der großen leistung erfährt; und der, im schlechtesten fall des scheiterns, zumindest dabei scheitert, dass er etwas großes gewagt hat…“

im frühjahr wurde mein 6jähriges patenkind-(mädchen) getauft. während der zeremonie hat der pfarrer sie gefragt, was sie am besten kann. sie hat sofort und juchzend „tanzen“ geantwortet. das war sehr niedlich und mich hat die frage nachhaltig beschäftigt.

was kann ich denn am besten? interessanterweise fiel mir sofort ein, was ich NICHT kann: singen (leider) und warten. warten dauert!

mich ließ das einfach nicht mehr los und ich habe bewusst nicht locker gelassen, bis ich etwas hatte und sogar aufschreiben konnte. So.

im ergebnis konnte und kann ich darauf stolz blicken, denn ich finde wirklich, dass es super und toll ist. nichts spektakuläres, aber:

·         ich rede nicht, ich mache (oft)

·         ich vertraue auf meine vision, wenn ich etwas kreatives verwirkliche

gehe ich heute zu hart mit mir ins gericht, bin enttäuscht von mir oder habe ich zum xten mal den gleichen fehler gemacht oder kein durchhaltevermögen gezeigt und habe akut keine ahnung, wie ich gut oder vllt auch nur besser zu mir sein kann, dann befolge ich einen freundschaftlichen rat „look in a mirror and ay to yourself: I have absolutely no clue how...but I really want it“ und versuche zu erkennen, was gut war oder schaue auf mich, als wäre ich mein eigener freund. ich möchte nämlich wirklich, dass ich gut zu mir sein kann.

mit freunden bin ich viel versöhnlicher, respektvoller, freundlich und sehr liebevoll. Jeder sollte sich selbst ein guter freund seinJ

was ich noch gutes für mich tun kann- zb mit eine pause/ zeit, ein besonders schön dekoriertes butterbrot (das ich ganz alleine essen darf), einen kleinen strauß blumen an meinem bett, ein freundliches wort oder ein lob an mich selbst. stolz über etwas zu spüren- selbst wenn es nicht das allertollstebestewahnsinnigste geworden ist.

der freund meiner herzfreunde heißt haldor, hab ich gehört. er hat mich sehr inspiriert.

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like frankie said relax.

noch vor wenigen stunden habe ich meinem fast 19jährigen sohn tips für sein erstes jobinterview gegeben. „sprich doch proaktiv an, was deine freunde über dich sagen würden“ war eine meiner empfehlungen.

in der liste, was meine freunde über mich sagen steht ganz weit oben: engagiert, mrs 1000 volt, our energizer.

die ausrichtung zu diesem punkt schlägt positiv und negativ aus, von bewunderung bis sich schlecht/gestresst neben mir fühlen oder sorge.

in einem eigenen entwicklungsweg bin ich an einem punkt jäh gescheitert und heute kann von glück über ein entwicklungsfeedback sprechen (sollte das die feedbackgeberin jemals lesen, wird sie sicher schmunzeln..), auch wenn ich das in diesem moment und sehr vielen momenten danach nicht so sehen wollte oder konnte oder wollte. mich hat das genervt. mich hat das sogar sehr genervt.

zurück zu meinem feedbackgeschenk, das ich erst viel später ausgepackt habe. (augenroll)

kurz: ich habe damals kein foto bekommen und bin keine runde weiter gekommen UND das, unter anderem, weil man mich vor mir selbst schützen wollte. aha.

das auspacken hat ewig gebraucht, das paket war mit viel papier und viel schnur verpackt- zudem wollte ich ja erst gar nicht wissen, was drin ist. ich habe dafür auch externe hilfe gebraucht und geholt. ein bisschen ist das schon in „konkret werden“ beschrieben.

das ergebnis (des weges) war: relax, like frankie said.

die veränderung eigener eigenschaften empfinde ich als beinahe schmerzhaft und nach meiner erfahrung funktioniert das nur, wenn ich wirklich überzeugt bin und viel kraft  und durchhaltevermögen mitbringe.

an dem spruch “menschen ändern sich nicht“ ist viel dran und es geht nur aus eigener motivation oder wenn was schlimmes passiert. ein krieg oder so.

ich hab mir das angeschaut und wollte es verändern, im ganzen kam es ein bisschen zu love und change:

meine größte bestandene und etablierte herausforderung, auf die ich stolz bin, ist mein erster urlaub alleine gewesen. eine woche ganz mit mir allein- angst, angst, angst.

die frage, die mir schon mehrfach gänsehaut über den körper gezogen hat: „bist du eine person, mit der du den rest deines lebens verbringen wolltest?“ (na, wie beantwortet ihr diese frage..?) wollte ich in eine light-variante setzen: halte dich erst mal eine kleine zeit aus. alleine.

können das die meisten eh? ich konnte das nicht, bzw habe es nie ausprobiert.

bislang war es so: kehrt ruhe ein, bleibe ich in bewegung. immer schön in action- abgelenkt sein, so viele ideen, so viel zu tun. ich bin ganz emsig, vieles zu realisieren, lange am stück, wenig pausen, voller eifer. genauso ist es mit meiner arbeit, ich kann ganz schön was schaffen und packe ordentlich an.

wie ich vorgangen bin und (meistens) weiterhin vorgehe:

  • nicht  werten, denn wie so oft liegen segen und fluch dicht beieinander und ich bin heute stolz und vorsichtig(er) geworden
  • vielleicht trotz unmut: hinschauen! und- puh, jetzt wird es schwafelig- annehmen. das hat gedauert, nur eines weiß ich schon längst als Rheinländerin: et is, wie et is!
  • auf warnsignale achten: werde ich fahrig, mache ich fehler, was sagt mein körper, schlafe ich gut, bin ich gereizt und/ oder werde ich ungerecht?.... mein codewort heisst „frankie“        
  • ich überprüfe: wie viele „projekte“ habe ich? sind meine vorhaben realistisch? habe ich ruhephasen und mache gar nichts? (das war die härteste arbeit...)
  • sport, monotoner sport ALLEINE
  • im wald spazieren gehen, alleine und ohne smartphone (danke an herrn dr winterhoff, ältere u neu aufgelegte weisheit)
  • kleine grüne inseln definieren und einhalten, auch wenn sie noch so klein sind: zb eine tasse kaffe, morgens- wenn noch alle schlafen, ganz alleine und in ruhe trinken, ein ungestörtes vollbad mit kerzen, meine familie weiss das genau;-), in einem klatschnachrichtenmagazin blättern
  • ich schreibe dinge auf und behalte den kopf frei (für's wesentliche)
  • ich hake punkte von meiner liste ab und feiere erfolge

 

das ist der abschluss und die einleitung zum nächsten thema: sei gut zu dir. (rat eines islandischen freundes von freunden, dessen namen ich vergessen hab)

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konkret werden

love it, change it or leave it.

gehen wir davon aus, etwas- eine situation, ein job oder jemand ist nicht gut für mich.

etwas schnell lassen/ verlassen mag ich nicht und kann ich auch nicht gut. Mindset ändern kann ich auch nicht so gut- bleibt für mich change.

es ist in mode, auf veränderung zu setzen. stillstand ist langweilig, „aufhören einer bewegung“ sagt wikipedia.

egal in welchen lagen/ebenen unseres lebens- job, partnerschaft, familie, freunde- es geht unaufhaltsam um entwicklung.

ist es doch heutzutage undenkbar, dass nach der schule einer ausbildung/ einem studium nachgegangen wird, dann eine stelle angetreten, um dort viele jahre- vllt bis zur rente-zu arbeiten...

sichere bank. ich möchte darüber nicht urteilen, passiert aber doch in meinem kopf, wenn ich ehrlich bin. ich ticke anders. vielleicht, weil meine erste berufswahl nicht das richtige war.. keine ahnung. für mich stand der nächste schritt an oder stehenbleiben.

das wäre auch gegangen, nur nicht so gut.

bei mir war es so, dass sich „irgendwie“ dinge ergeben haben, erst in den letzten jahren habe ich für mich eine besonderheit im findungs-und orientierungswandel entdeckt, über die ich hier schreiben möchte.

alles nicht neu, war es aber für mich!

konkret werden. das bedeutete ICH musste etwas machen, nicht mehr auf die gebratenen hühnchen warten, die mir in den mund fliegen sollten.

es liegt in meiner verantwortung: aus losen vorstellungen und wünschen ein konkretes ziel setzen und klar benennen (am besten aufschreiben). für mich braucht das baby einen namen. dann zwischenschritte definieren und machen, nicht reden. auch enorm wichtig.

im grunde war es das. ich hab ja gesagt, nichts neues. nur habe ich eben entscheiden, ganz bewusst gesteuert.

ein bsp aus dem alltag hat mich in meiner entwicklung auf eine idee gebracht. hinterfragen, wie ich es im kleinen so mache…

nehmen wir einen anstehenden frisuerbesuch und ich bin da wirklich, wirklich sehr pingelig.

die vorstellung, mich dort hinzusetzen und zu sagen: aaach, irgendwas muss anders, ich bin so unzufrieden, aber keine ahnung…mach halt mal- U-N-D-E-N-K-B-A-R. ich habe immer eine genaue vorstellung und diese kann ich klar und deutlich haargenau beschreiben, vllt sogar mit einem zeitungsbildchen untermalen.

aha. weiss ich also konkret, was ich will, kann ich es mir vorstellen, bzw ist es realistisch, dann kann ich es optimal beschreiben und dann auch umsetzen.

neulich habe ich gelesen, dass harvard studenten zu studienzwecken nach visionen befragt wurden, nur 3% der absolventen konnten es klar formulieren und sollten es niedergeschrieben. jahre später hatten die 3% ausnahmslos ihre ziele umgesetzt und zehnmal mehr im durchschnitt verdient im vergleich zu den anderen absolventen, die keine konkreten vorstellungen/ visionen hatten.

mir hat geholfen, in einem jobbedingten entwicklungswunsch meine einschätzung überprüfen zu lassen- durch externes coaching sowie im ausschlussverfahren eventuelle abbiegungen/& entscheidungen auszuschliessen und vor allem habe ich keine angst gehabt, gross zu denken (mit erwähntem abgleich) .

das baby hatte endlich seinen namen (den ich aufschreiben konnte)und danach war die umsetzung gut machbar.

wertvolle erfahrung.