like frankie said relax.

noch vor wenigen stunden habe ich meinem fast 19jährigen sohn tips für sein erstes jobinterview gegeben. „sprich doch proaktiv an, was deine freunde über dich sagen würden“ war eine meiner empfehlungen.

in der liste, was meine freunde über mich sagen steht ganz weit oben: engagiert, mrs 1000 volt, our energizer.

die ausrichtung zu diesem punkt schlägt positiv und negativ aus, von bewunderung bis sich schlecht/gestresst neben mir fühlen oder sorge.

in einem eigenen entwicklungsweg bin ich an einem punkt jäh gescheitert und heute kann von glück über ein entwicklungsfeedback sprechen (sollte das die feedbackgeberin jemals lesen, wird sie sicher schmunzeln..), auch wenn ich das in diesem moment und sehr vielen momenten danach nicht so sehen wollte oder konnte oder wollte. mich hat das genervt. mich hat das sogar sehr genervt.

zurück zu meinem feedbackgeschenk, das ich erst viel später ausgepackt habe. (augenroll)

kurz: ich habe damals kein foto bekommen und bin keine runde weiter gekommen UND das, unter anderem, weil man mich vor mir selbst schützen wollte. aha.

das auspacken hat ewig gebraucht, das paket war mit viel papier und viel schnur verpackt- zudem wollte ich ja erst gar nicht wissen, was drin ist. ich habe dafür auch externe hilfe gebraucht und geholt. ein bisschen ist das schon in „konkret werden“ beschrieben.

das ergebnis (des weges) war: relax, like frankie said.

die veränderung eigener eigenschaften empfinde ich als beinahe schmerzhaft und nach meiner erfahrung funktioniert das nur, wenn ich wirklich überzeugt bin und viel kraft  und durchhaltevermögen mitbringe.

an dem spruch “menschen ändern sich nicht“ ist viel dran und es geht nur aus eigener motivation oder wenn was schlimmes passiert. ein krieg oder so.

ich hab mir das angeschaut und wollte es verändern, im ganzen kam es ein bisschen zu love und change:

meine größte bestandene und etablierte herausforderung, auf die ich stolz bin, ist mein erster urlaub alleine gewesen. eine woche ganz mit mir allein- angst, angst, angst.

die frage, die mir schon mehrfach gänsehaut über den körper gezogen hat: „bist du eine person, mit der du den rest deines lebens verbringen wolltest?“ (na, wie beantwortet ihr diese frage..?) wollte ich in eine light-variante setzen: halte dich erst mal eine kleine zeit aus. alleine.

können das die meisten eh? ich konnte das nicht, bzw habe es nie ausprobiert.

bislang war es so: kehrt ruhe ein, bleibe ich in bewegung. immer schön in action- abgelenkt sein, so viele ideen, so viel zu tun. ich bin ganz emsig, vieles zu realisieren, lange am stück, wenig pausen, voller eifer. genauso ist es mit meiner arbeit, ich kann ganz schön was schaffen und packe ordentlich an.

wie ich vorgangen bin und (meistens) weiterhin vorgehe:

  • nicht  werten, denn wie so oft liegen segen und fluch dicht beieinander und ich bin heute stolz und vorsichtig(er) geworden
  • vielleicht trotz unmut: hinschauen! und- puh, jetzt wird es schwafelig- annehmen. das hat gedauert, nur eines weiß ich schon längst als Rheinländerin: et is, wie et is!
  • auf warnsignale achten: werde ich fahrig, mache ich fehler, was sagt mein körper, schlafe ich gut, bin ich gereizt und/ oder werde ich ungerecht?.... mein codewort heisst „frankie“        
  • ich überprüfe: wie viele „projekte“ habe ich? sind meine vorhaben realistisch? habe ich ruhephasen und mache gar nichts? (das war die härteste arbeit...)
  • sport, monotoner sport ALLEINE
  • im wald spazieren gehen, alleine und ohne smartphone (danke an herrn dr winterhoff, ältere u neu aufgelegte weisheit)
  • kleine grüne inseln definieren und einhalten, auch wenn sie noch so klein sind: zb eine tasse kaffe, morgens- wenn noch alle schlafen, ganz alleine und in ruhe trinken, ein ungestörtes vollbad mit kerzen, meine familie weiss das genau;-), in einem klatschnachrichtenmagazin blättern
  • ich schreibe dinge auf und behalte den kopf frei (für's wesentliche)
  • ich hake punkte von meiner liste ab und feiere erfolge

 

das ist der abschluss und die einleitung zum nächsten thema: sei gut zu dir. (rat eines islandischen freundes von freunden, dessen namen ich vergessen hab)

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